Klopfakupressur

Wenn der Körper sanft berührt wird, kann die Seele oft loslassen, was der Verstand noch festhält.

EFT oder Klopfakupressur

 

 

EFT – Emotional Freedom Techniques wird in der energetischen Psychologie häufig als Klopfakupressur bezeichnet, die Elemente der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und der modernen Psychotherapie kombiniert. Es ist eine sanfte Methode zur emotionalen Regulation, bei der bestimmte Akupressurpunkte am Körper mit den Fingerspitzen beklopft werden, während gleichzeitig ein belastendes Gefühl, ein Gedanke, eine Erinnerung oder ein inneres Thema bewusst wahrgenommen wird.

 

Man könnte sagen: EFT verbindet Körper, Gefühl und Bewusstsein miteinander.
Denn manchmal reicht es nicht, ein Thema nur zu verstehen. Der Körper möchte mitgenommen werden. Genau dort setzt EFT an.

 

Während des Klopfens werden verschiedene Punkte berührt, zum Beispiel an der Handkante, im Gesicht, am Schlüsselbein, unter dem Arm oder am Kopf. Gleichzeitig wird das aktuelle Thema in einfachen Worten benannt. Das kann zum Beispiel ein Gefühl von Angst, innerem Druck, Selbstzweifel, Wut, Traurigkeit, Stress oder Anspannung sein.

 

Dabei geht es nicht darum, Gefühle wegzudrücken oder schönzureden. EFT lädt vielmehr dazu ein, das anzuerkennen, was gerade da ist – und dem inneren System gleichzeitig ein neues Signal von Sicherheit, Annahme und Entspannung zu geben.

Ein typischer Satz kann zum Beispiel lauten:

 

Auch wenn ich gerade diese Anspannung spüre, darf ich mich jetzt selbst liebevoll annehmen.

 

Oder:

 

 

Auch wenn ein Teil von mir noch festhält, darf ein anderer Teil von mir beginnen, loszulassen.

  



Wie EFT angewendet wird 

 

 

Zu Beginn wird meist geschaut, welches Thema gerade im Vordergrund steht und wie intensiv es sich anfühlt. Häufig wird die Belastung auf einer Skala von -10 bis +10 eingeschätzt. So wird spürbar, ob und wie sich das innere Erleben im Laufe der Anwendung verändert.

 

Dann wird sanft eine Reihe von Klopfpunkten durchgegangen. Währenddessen werden kurze Sätze gesprochen, die das Thema benennen und gleichzeitig eine innere Öffnung ermöglichen. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen bewusster Wahrnehmung, Körperempfindung und emotionaler Entlastung.

 

Viele Menschen erleben EFT als überraschend einfach und gleichzeitig tief wirkungsvoll. Es kann helfen, aus einem inneren Stresskreislauf auszusteigen, wieder klarer zu denken, den Körper zu beruhigen und sich selbst nicht länger gegen das eigene Gefühl zu bekämpfen. 

 



 

EFT in der Öffentlichkeit

 

 

 

Immer mehr bekannte Persönlichkeiten aus Coaching, Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung stehen zu der Anwendung von EFT. Gabrielle Bernstein spricht öffentlich darüber, dass sie Tapping persönlich nutzt und zeigt EFT-Übungen unter anderem zur Stress- und Angstreduktion. Prinz Harry zeigt öffentlich wie er die Methode nutz. (hier der Link). Auch Dr. Wayne W. Dyer hat über seine Begegnung mit Nick Ortner und die Methode Tapping geschrieben.

 

 

 

  


Mögliche Anwendungsbereiche

 

 

EFT kann unterstützend eingesetzt werden bei:

 

Hypnose kann begleitend sinnvoll sein, zum Beispiel bei:

  • innerem Stress und Anspannung
  • emotionaler Überforderung
  • Ängsten und Unsicherheiten
  • Selbstzweifeln
  • blockierenden Glaubenssätzen
  • Lampenfieber oder Prüfungsangst
  • innerer Unruhe
  • Wut
  • Traurigkeit
  • Druck
  • belastenden Erinnerungen
  • dem Wunsch nach mehr Selbstannahme
  • mehr innerer Sicherheit und Klarheit
  • der Arbeit mit alten Prägungen
  • der Stärkung von Selbstvertrauen

 

 

EFT wird international auch im Bereich Stressreduktion, Angst, belastenden Emotionen, Trauma-Begleitung, Schlaf, Schmerz und Leistungsdruck untersucht. EFT International beschreibt EFT als einfache Selbsthilfemethode, die zur Stressentlastung und zum Umgang mit schwierigen Emotionen eingesetzt werden kann; auch die Cleveland Clinic beschreibt EFT als Methode, bei der bestimmte Körperpunkte beklopft werden, während man sich auf ein belastendes Thema fokussiert. (hier der Link)

 

Auch wissenschaftlich gibt es inzwischen verschiedene Studien und Übersichtsarbeiten zu EFT. Eine aktuelle Übersichtsarbeit zu Clinical EFT bei posttraumatischem Stress beschreibt deutliche Reduktionen von PTSD-Symptomen im Vergleich zu Warteliste oder „treatment as usual“, bei gleichzeitigem Hinweis, dass weitere Forschung sinnvoll bleibt. (hier der Link)